PLC Reports Bedienungsanleitung

12. Variablen

Im Bereich ‚Variablen‘ werden alle Werte definiert, welche zur Erstellung des Berichtes aus einer SPS-Steuerung gelesen werden sollen.

Variablen werden – wie alle Definitionen – in der Excel Berichts-Definitionsdatei definiert. Das Excel Arbeitsblatt hat den fest vorgegebenen Namen ‚Variables‘.

Zum Bearbeiten und Überprüfen der Variablendefinitionen muss vorher eine Berichts-Definitionsdatei im Bereich ‚Berichts-Datei‘ zur Bearbeitung geöffnet worden sein.

Variablen können ab Excel-Zeile 6 eingetragen werden. Zeile 5 ist für die Spalten-Überschriften reserviert. Der Kopfbereich (Zeilen 1-4) wird nicht ausgewertet.

12.1. Vorgehensweise zum Bearbeiten von Variablen-Definitionen

  1. Öffnen Sie im Bereich ‚Berichts-Datei‘ eine Berichts-Definitionsdatei zur Bearbeitung.
  2. Wechseln Sie auf das Arbeitsblatt ‚Variables‘ in der Excel Berichts-Definitionsdatei.
  3. Bearbeiten Sie die gewünschten Variablendefinitionen in Excel.
  4. Wechseln Sie auf den Bereich ‚Variablen‘ in PLC Reports.
  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche ‚Lade und Prüfe Variablen‘Lade und Prüfe Variablen
  6. PLC Reports liest nun alle Variablen auf dem Arbeitsblatt ‚Variables‘ ein und überprüft diese.
  7. Gültige Variablen-Definitionen werden in der Tabelle ‚Variablen‘ angezeigt.
  8. Kommt es während dem Laden oder der Überprüfung zu Fehlern, so werden diese im Bereich Meldungen angezeigt.
  9. Fehlerfreie Variablen-Definitionen sind durch das Icon Icon OK in der Spalte ‚Def‘ markiert.
  10. Fehlerhafte Variablen-Definitionen sind durch das Icon Warning in der Spalte ‚Def‘ markiert.
  11. Doppelklicken Sie die entsprechende Meldung um direkt zur Fehlerquelle in Excel zu springen.
  12. Speichern sie die Excel Berichtdefinitionsdatei, nachdem Sie die Bearbeitung abgeschlossen haben, mit den entsprechenden Menüpunkten in Excel.

Variablen

12.2. Spalten des Arbeitsblattes „Variables“

Das Arbeitsblatt ‚PLCs‘ enthält folgende Spalten:

12.2.1. Spalte A: Index

Diese Spalte dient zur Vergabe einer eindeutigen Identifikations-Nummer (Index). Der Index wird unter anderem im Arbeitsblatt „Archives“ benötigt, um die zu archivierende Variable zu definieren.

WarningHinweis!
Eintragungen in der jeweiligen Zeile werden nur dann ausgewertet, wenn in der Spalte Index ein gültiger numerischer Wert eingetragen ist. Ist die Zelle ‚Index‘ leer, so werden Einträge in den folgenden Spalten der jeweiligen Zeile nicht weiter berücksichtigt. Auf diese Weise können beliebige Kommentare zu Dokumentations- oder Beschreibungszwecken eingefügt werden.

Leerzeilen werden ebenfalls nicht ausgewertet.

21.2.2. Spalte B: Name

Diese Spalte ermöglicht die Vergabe eines Klartext-Namens. Außer bei Systemvariablen hat der Name keine Funktion sondern dient lediglich der Übersichtlichkeit bzw. Lesbarkeit.

Bei Systemvariablen definiert die Spalte Name die gewünschte Systemvariable. Details siehe Kapitel Systemvariablen.

12.2.3. Spalte C: Typ

Diese Spalte definiert den Datentyp der Variable. Zulässige Eintragungen sind:
- Bool
- Byte
- Word
- Int16
- UInt16
- Int32
- UInt32
- Real
- System

Soll die Variable ein Array des gleichen Datentyps sein, so ist folgender Syntax zu verwenden:

Datentyp[Länge].

Beispiel:
Es soll ein Array von 100 Real-Werten definiert werden. Die Eintragung im Feld Typ wäre wie folgt:

Real[100]

12.2.4. Spalte D: SPS

Diese Spalte definiert den Index der SPS, aus der die Variable gelesen werden soll. Zulässige Eintragungen sind Index-Werte von zuvor im Bereich ‚SPSen‘ definierten SPSen.

12.2.5. Spalte E: Bereich

Diese Spalte definiert den Datenbereich der Variable. Zulässige Eintragungen sind:
- DB (Datenbaustein)
- M (Merker)

12.2.6. Spalte F: DB

Diese Spalte definiert die Nummer des Datenbausteins, aus dem die Variable gelesen werden soll. Wird aus anderen Speicherbereichen, wie z.B. Merkern, gelesen, so wird dieser Eintrag ignoriert. Lassen Sie das Feld in diesem Fall leer.

12.2.7. Spalte G: Byte

Diese Spalte definiert das Byte, aus dem die Variable gelesen werden soll.

12.2.8. Spalte H: Bit

Diese Spalte definiert das Bit, aus dem die Variable gelesen werden soll. Dieser Eintrag ist nur für Variablen vom Datentyp Bool relevant. Tragen Sie bei allen anderen Datentypen den Wert 0 in diese Spalte ein.

12.2.9. Spalte I: Adress-Name

Diese Spalte definiert den Symbolischen Namen der Variable in der SPS. Der Adress-Name ist für zukünftige Erweiterungen um symbolischen Datenzugriff (S7-1500 und Rockwell) vorbereitet. Der Adress-Name hat zum heutigen Zeitpunkt keine funktionelle Bedeutung.

12.2.10. Spalte J: Multiplikator

Aus Gründen der Performance arbeiten viele SPS-Programmierer nicht mit dem Datentyp Real. Stattdessen wird oft ein Integer-Wert mit einem festen Multiplikator verwendet. Beispielweise wird ein Real Wert von 47,11 in der SPS als 4711 dargestellt und bei der Darstellung auf einem HMI ein Multiplikator von 0,01 verwendet. Um auch solche Daten aus der SPS sinnvoll lesen und skalieren zu können, kann für jede Variable ein entsprechender Multiplikator angegeben werden.

Gültige Eintragungen sind positive oder negative Integer oder Gleitkomma-Zahlen.

Wird das Feld Format leer gelassen, so verwendet PLC-Reports den Multiplikator 1.

12.2.11. Spalte K: Format

Diese Spalte dient zur Formatierung der Darstellung des Wertes in den Berichten.

Beispielsweise kann bei einer Variablen vom Datentype Real mittels der Spalte Format eingestellt werden, wie viele Nachkommastellen angezeigt werden sollen. Lassen sie das Feld Format leer, wenn keine Formatierung durch PLC Reports durchgeführt werden soll.

12.2.11.1. Formatierung eines Wertes durch PLC Reports oder durch Excel

Zur Formatierung von Werten muss grundsätzlich entschieden werden, ob Excel oder PLC-Reports die Formatierung durchführen soll. Grundsätzlich lautet die Empfehlung, die Formatierung von Werten wo immer möglich, durch Excel vorzunehmen. Wenn PLC Reports die Formatierung durchführt, sollten Excel-Zellen als „Text“ formatiert werden. Beachten Sie, dass Sie dadurch Rechenfunktionen in Excel sowie die Verwendung der Werte in Kurvendiagrammen verlieren.

12.2.11.2. Mögliche Werte für Format

Beispielhafte Formatierung am Wert 1000000.

12.2.11.2.1. Datentyp Bool
Typ Format-Wert Ergebnis
Ja / Nein 1=Ja, 0=Nein Ja / Nein
True / False 1=True, 0=False True / False
Nur Ja 1=Ja Ja
Nur Nein 0=Nein Nein
Frei 1=Mein Text 1, 0=Mein Text 2 Mein Text 1 / Mein Text 2
12.2.11.2.2. Zahlen
Typ Format-Wert Ergebnis
Währung {0:c} 1.000.000,00€
Dezimalzahl {0:d} 1000000
Wissenschaftlich {0:e} 1,000000e+006
Festkommazahl {0:f} 1000000,0
Generisch {0:g} 1.000.000
Tausender Trennzeichen {0:n} 1000000%
Hexadezimal {0:x4} f4240
12.2.11.2.3. Zahlen individuell formatiert
Typ Format-Wert Ergebnis
0-Platzhalter {0:00.0000} 1000000,0000
Zahl-Platzhalter {0:(#).##} (1000000)
Dezimalpunkt {0:0.0} 1000000,0
Tausender Trennzeichen {0:0,0} 1.000.000
Ganzzahliges Vielfaches von 1.000 {0:0,.} 1000
Prozentwert {0:0%} 1000000%
Exponenten-Platzhalter {0:00e+0} 10e+5
12.2.11.2.4. Datumswerte
Typ Format-Wert Ergebnis
kurzes Datumsformat {0:d} 22.12.2007
langes Datumsformat {0:D} Samstag, 22. Dezember 2007
kurzes Zeitformat {0:t} 14:20
langes Zeitformat {0:T} 14:20:04
Datum & Uhrzeit komplett (kurz) {0:f} Samstag, 22. Dezember 2007 14:20
Datum & Uhrzeit komplett (lang) {0:F} Samstag, 22. Dezember 2007 14:20:04
Standard-Datum (kurz) {0:g} 22.12.2007 14:20
Standard-Datum (lang) {0:G} 22.12.2007 14:20:04
Tag des Monats {0:M} 22. Dezember
RFC1123 Datumsformat {0:r} Sat, 22 Dec 2007 14:20:04 GMT
sortierbares Datumsformat {0:s} 2007-12-22T14:20:04
universell sortierbares Datumsformat {0:u} 2007-12-22 14:20:04Z
universell sortierbares GMT-Datumsformat {0:U} Samstag, 22. Dezember 2007 13:20:04
Jahr/Monats-Muster {0:Y} Dezember 2007
12.2.11.2.5. Datumswerte individuell formatiert
Typ Format-Wert Ergebnis
Tag {0:dd} 22
Tag-Name (Kürzel) {0:ddd} Sa
Tag-Name (ausgeschrieben) {0:dddd} Samstag
Ära {0:gg} n. Chr.
Stunde 2stellig {0:hh} 02
Stunde 2stellig (24-Stunden) {0:HH} 14
Minute {0:mm} 20
Monat {0:MM} 12
Monatsname (Kürzel) {0:MMM} Dez
Monatsname (ausgeschrieben) {0:MMMM} Dezember
Sekunde {0:ss} 4
AM oder PM (nur englisch) {0:tt}
Jahr 2stellig {0:yy} 07
Jahr 4stellig {0:yyyy} 2007
Zeitzone (kurz) {0:zz} 1
Zeitzone (lang) {0:zzz} +01:00

12.2.12. Spalte L: Min

Diese Spalte dient zur Definition des gültigen Minimal-Wertes der Variable. Unterschreitet der von der SPS gelesene Wert den eingetragenen Min-Wert, so wird ersatzweise der Min-Wert ausgegeben.

12.2.13. Spalte M: Max

Diese Spalte dient zur Definition des gültigen Maximal-Wertes der Variable. Überschreitet der von der SPS gelesene Wert den eingetragenen Max-Wert, so wird ersatzweise der Max-Wert ausgegeben.

12.2.14. Spalte N: Simulation

Um Berichte vorbereiten zu können, ohne Zugriff auf eine SPS-Steuerung zu haben, kann der Simulationsmodus von PLC Reports verwendet werden. Dieser kann im Bereich ‚Globale Einstellungen‘ ein- und ausgeschaltet werden. Bei eingeschaltetem Simulationsmodus werden für alle Variablen, welche eine Eintragung im Feld Simulation haben, anstatt der Werte aus der Steuerung, Simulationswerte verwendet.

Als Simulationswert kann entweder eine Sinus-Kurve, ein Zufallswert oder ein Sägezahn verwendet werden. Startwert, Endwert, sowie der Änderungszyklus sind einstellbar. Bei Verwendung einer Sinus-Kurve beträgt der Änderungswert pro Zyklus 1/60 des Gesamt-Kurvenverlaufs.

Die Simulation einer Variablen erfolgt durch Festlegung von 5 Werten, welche durch einen Schrägstrich getrennt in das Feld Simulation eingetragen werden:

  1. Startwert
  2. Endwert
  3. Erhöhungswert pro Zyklus als Zahl, ‚Sinus‘ oder ‚Random‘ für Zufallswert
  4. Zyklus = x Sekunden, x Minuten, x Stunden oder x Tage
  5. Reset-Zyklus  = x Minuten, x Stunden, x Tage, x Wochen, x Monate, x Jahre oder ‚Keiner‘

Alternativ kann der Wert ‚Default‘ im Feld Simulation eingetragen werden. In diesem Fall werden folgende Default-Werte verwendet:

  1. Startwert = Kleinstmöglicher Wert des Datentyps
  2. Endwert = Größtmöglicher Wert des Datentyps
  3. Erhöhungswert pro Zyklus = 1
  4. Zyklus = 1 Sekunde
  5. Reset-Zyklus  = Keiner

Beispiel 1:
Zur Simulation soll der Wert einer Variablen als Sinuskurve mit Werten von 0 bis 50 dargestellt werden. Der Wert soll sich jede Sekunde verändern.

Eintragung im Feld Simulation: 0/50/Sinus/1Sek/Keiner

Beispiel 2:
Zur Simulation soll der Wert einer Variablen einmal pro Minute um den Wert 0,5 erhöht werden. Es soll mit dem Wert 100 begonnen werden. Nach 10 Stunden soll wieder bei 100 begonnen werden.

Eintragung im Feld Simulation: 100/10000/0,5/1Min/10Stunden

12.2.15. Spalte O: Online Wert

Diese Spalte ist für Funktionserweiterungen vorbehalten und muss bei der Definition leer gelassen werden.

12.2.16. Spalte P: Einheit

Genau wie die Spalte ‚Format‘, dient die Spalte ‚Einheit‘ dazu, einen Variablenwert zu formatieren. Beachten Sie die Hinweise zur Formatierung von Werten unter Spalte Format.

Ist in Spalte Einheit eine Einheit definiert, beispielsweise °C, so wird dieser bei Ausgabe des Wertes in den Excel-Bericht in Textform an der Wert der Variable angehängt.

WarningHinweis!
Sollen Werte in Berichten in Charts dargestellt werden, oder sollen die Werte zu Berechnungen mithilfe von Excel-Formeln verwendet werden, so muss die Formatierung der Werte in Excel erfolgen. Lassen Sie in diesem Fall die Spalte Unit leer.

12.2.17. Spalte Q: Berichts-Blatt

Diese Spalte dient zur Definition, in welches Berichts-Arbeitsblatt der Wert der Variable geschrieben werden soll. Die Angabe wird nur bei direktem Übertragen eines Online-Wertes in einen Bericht verwendet. Werden Variablenwerte zuerst in ein Archiv übertragen, so kann das Feld Berichts-Blatt leer gelassen werden.

Soll dieselbe Variable in unterschiedliche Arbeitsblätter oder Zellen geschrieben werden, so muss die Variable mehrfach definiert werden. Für jedes Berichtsziel wird die Variable einmal definiert.

WarningHinweis!
Werden Variablen mehrfach definiert, da sie in unterschiedliche Berichts-Zellen schreiben sollen, so werden sie trotzdem nicht mehrfach aus der SPS gelesen.

12.2.18. Spalte R: Berichts-Zelle

Diese Spalte dient zur Definition, in welche Berichts-Zelle der Wert der Variable geschrieben werden soll. Die Angabe wird nur bei direktem Übertragen eines Online-Wertes in einen Bericht verwendet. Werden Variablenwerte zuerst in ein Archiv übertragen, so kann das Feld Berichts-Blatt leer gelassen werden.

Soll dieselbe Variable in unterschiedliche Arbeitsblätter oder Zellen geschrieben werden, so muss die Variable mehrfach definiert werden. Für jedes Berichtsziel wird die Variable einmal definiert.

Ein gültiger Wert wäre beispielsweise die Zell-Bezeichnung A1.

WarningHinweis!
Werden Variablen mehrfach definiert, da sie in unterschiedliche Berichts-Zellen schreiben sollen, so werden sie trotzdem nicht mehrfach aus der SPS gelesen.

12.2.19.         Spalte S: Richtung

Wird die gleiche Variable zu unterschiedlichen Zeitpunkten mehrfach aus der SPS gelesen, oder handelt es sich bei der Variable um ein Array, so definiert die Spalte ‚Richtung‘ wohin die folgenden Werte geschrieben werden sollen.

Gültige Werte sind
- Unten
- Rechts

Beispiel:
In Spalte ‚Berichts-Zelle‘ wurde die Zelle ‚A1‘ als Ziel für den Variablen Wert vorgegeben. In Spalte ‚Richtung‘ wurde ‚Unten‘ vorgegeben. Beim ersten Lesen der Variable wird der Wert in Zelle A1 geschrieben. Bei erneutem Lesen der Variable werden die folgenden Werte In die Zellen A2, A3, A4, usw. geschrieben.

12.2.20. Spalte T: Zeitstempel Zelle

Diese Spalte dient zur Definition, in welche Zelle der Zeitstempel eines Variablenwertes geschrieben werden soll.

Ein gültiger Wert ist beispielsweise die Zell-Bezeichnung A1.

12.2.21. Spalte U: Zeitstempel Modus

Diese Spalte dient zur Definition, ob und wie ein Zeitstempel beim Lesen der Variable in den Bericht ausgegeben werden soll. Diese Einstellung ist nur von Bedeutung, wenn der Wert der Variablen, ohne Verwendung von Archiven, direkt in den Bericht geschrieben wird.

Es stehen spezielle Zeitstempel-Modi zur Verfügung, welche es ermöglichen, in der SPS gespeicherte Zählerstände oder Archivwerte mit einem speziellen Zeitstempel auszugeben.

Gültige Werte sind:
- Berichtsstart (Trigger-Zeitpunkt der Bericht-Generierung)
- Zeitstempel (Zeitpunkt, zu dem der Wert der Variable gelesen wurde)
- Heute Anfang (Heutiger Tag, 0:00:00 Uhr)
- Vorheriger Tag Anfang (Vorheriger Tag, 0:00:00 Uhr)
- Vorheriger Tag Ende (Vorheriger Tag, 23:59:59 Uhr)
- Diese Stunde Anfang (Anfang der vollen Stunde (HH:00:00 Uhr)
- Vorherige Stunde Anfang (Anfang der vorherigen Stunde (HH-1:00:00 Uhr)
- Vorherige Stunde Ende (Letzte Sekunde der vorherigen Stunde (HH-1:59:59 Uhr)
- Diese Minute Anfang (Anfang der vollen Minute (HH:MM:00 Uhr)
- Vorherige Minute Anfang (Anfang der vorherigen Minute (HH:MM-1:00 Uhr)
- Vorherige Minute Ende (Letzte Sekunde der vorherigen Minute (HH:MM-1:59 Uhr)
- Kein Zeitstempel

Ist das Feld leer, so wird kein Zeitstempel in den Bericht ausgegeben.

Anwendungsbeispiel für spezielle Zeitstempel:
In einer SPS wird pro Tag ein Zählwert ermittelt und zum Lesen bereitgestellt. Das Berichtssystem soll am nächsten Tag den vollständigen Bericht für den vorherigen Tag ausgeben. Es wird also der bereitgestellte Zählwert aus der SPS gelesen und mit dem Zeitstempel ‚Vorheriger Tag Ende‘ im Bericht ausgegeben.

WarningHinweis!
Für die meisten Anwendungen wird empfohlen, Archive zum Speichern von Variablenwerten zu verwenden und Berichte mit den Daten aus den Archiven zu erstellen. In diesem Fall haben die oben genannten Zeitstempel keine Bedeutung.

WarningHinweis!
Um den Zeitstempel im gewünschten Format korrekt zu erhalten, sollten die Ziel-Excel-Zellen vorher entsprechend formatiert sein. Standardmäßig steht in Excel keine vollständige Datums-Zeit Kombination zur Verfügung. Um eine vollständige Anzeige zu erhalten, verwenden Sie ein anwenderspezifisches Format. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf die zu formatierenden Zellen, wählen Sie Benutzerspezifisch und tragen Sie das gewünschte Format, beispielsweise TT.MM.JJJJ hh:mm:ss im Feld Typ ein:
Format Cells

12.2.22. Spalte V: Lesezähler

Diese Spalte wird intern von PLC Reports verwendet und muss in der Berichts-Definitionsdatei immer den Wert 0 haben. PLC Reports verwendet den Lesezähler, um zu speichern, wie oft dieselbe Variable bereits gelesen wurde und errechnet damit, abhängig von der Richtung, die aktuell zu beschreibende Zelle.

12.2.23. Spalte W: Bemerkungen

Diese Spalte dient zu Dokumentationszwecken und kann einen beliebigen Kommentar enthalten.

12.3. Systemvariablen

Für spezielle Anwendungsfälle stehen Systemvariablen zur Verfügung. Systemvariablen werden definiert wie normale Variablen, ihr Datentyp ist jedoch immer ‚System‘. Mittels des Namens der Variable wird die gewünschte Art der Systemvariable gewählt. Die Felder für die Adressierung der Variablen bleiben leer.

WarningHinweis!
Um einen kombinierten Datums- und Zeitwert in Excel anzuzeigen, kann es nötig sein, zwei separate Zellen für Datum und Uhrzeit zu verwenden oder ein Sonderformat in Excel zu definieren.

WarningHinweis!
Zur Formatierung von Zeit- und Datumswerten mit Funktionen von PLC Reports siehe Spalte Format.

12.3.1. Systemvariable ‚Startzeit‘

Diese Systemvariable enthält den Trigger-Zeitpunkt der aktuellen Berichtsgenerierung. Sie enthält sowohl das Datum als auch die Zeit. Verwenden sie diese Variable beispielsweise, um im Kopfbereich eines Berichtes das aktuelle Datum und/oder die aktuelle Zeit auszugeben.

12.3.2. Systemvariable ‚Datum Zeit‘

Diese Systemvariable enthält den aktuellen Zeitpunkt, zu dem die Variable gelesen wird.

12.3.3. Systemvariable ‚Heute Anfang‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert des aktuellen Tages um 0:00:00 Uhr.

12.3.4. Systemvariable ‚Vorheriger Tag Anfang‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert des vorherigen Tages um 0:00:00 Uhr.

12.3.5. Systemvariable ‚Vorheriger Tag Ende‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert des vorherigen Tages um 23:59:59 Uhr.

12.3.6. Systemvariable ‚Diese Stunde Anfang‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert der aktuellen Stunde um HH:00:00 Uhr.

12.3.7. Systemvariable ‚Vorherige Stunde Anfang‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert der vorherigen Stunde um HH-1:00:00 Uhr.

12.3.8. Systemvariable ‚Vorherige Stunde Ende‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert der vorherigen Stunde um HH-1:59:59 Uhr.

12.3.9. Systemvariable ‚Diese Minute Anfang‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert der aktuellen Minute um HH:MM:00 Uhr.

12.3.10. Systemvariable ‚Vorherige Minute Anfang‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert der vorherigen Minute um HH:MM-1:00 Uhr.

12.3.11. Systemvariable ‚Vorherige Minute Ende‘

Diese Systemvariable enthält den Datums- und Zeitwert der vorherigen Minute um HH:MM-1:59 Uhr.

12.4. Überprüfung des Lesens einer Variable aus einer SPS

Nachdem die Variablen-Definitionen erfolgreich eingelesen wurden, zeigt die Liste ‚Variablen‘ alle definierten Variablen. Wie in Excel wird pro Zeile eine Variable angezeigt.

Sie können das Lesen jeder definierten Variable aus der Steuerung überprüfen, indem sie auf die Schaltfläche ‚Test‘ der jeweiligen Variablen-Definition klicken.
Variablen

12.4.1. Vorgehensweise zur Überprüfung des Lesens einer Variable aus einer SPS

  1. Stellen Sie sicher, dass mindestens eine SPS fehlerfrei definiert ist und in der Tabelle im Bereich ‚SPSen‘ angezeigt wird. Details siehe Abschnitt ‚SPSen‘.
  2. Überprüfen Sie die Kommunikation zur SPS. Details siehe Abschnitt ‚SPSen‘.
  3. Stellen Sie sicher, dass mindestens eine Variable fehlerfrei definiert ist und in der Tabelle ‚Variablen‘ angezeigt wird.
  4. Verbinden sie eine Ethernet-Schnittstelle des Computers, auf dem PLC Reports installiert ist, mit dem Netzwerk, an dem die Steuerung angeschlossen ist.
  5. Überprüfen Sie gegebenenfalls die Einstellungen der Netzwerkkarte und stellen Sie sicher, dass gültige IP-Adressen vergeben wurden.
  6. Klicken Sie auf die Schaltfläche ‚Test‘ der gewünschten Variablen-Definition.
  7. Bei erfolgreichem Lesen der Variable wird die folgende Meldung mit den ersten 100 aus der Steuerung gelesenen Werten angezeigt:
    Variable Lesen OK
  8. Kann die Variable nicht aus der SPS gelesen werden, so erscheint ein Fehlerdialog.
    Variable Fehlerhaft
  9. Zusätzlich werden im Bereich „Meldungen“ Details über den aufgetretenen Fehler angezeigt.
    Variable Fehlermeldung
  10. Nach erfolgter Überprüfung wird in der Spalte ‚Kom‘ ein Icon angezeigt, welches das Ergebnis des Lesetests anzeigt.

Icon QuestionMark YellowDie Variable wurde noch nicht aus der SPS gelesen.
Icon OKDas Lesen der Variable aus der SPS war erfolgreich.
WarningFehler beim Lesen der Variable aus der SPS.

WarningWarnung!
Überprüfen Sie das Lesen aller Variablen, bevor Sie einen Bericht im Produktionsbetrieb verwenden.